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Fragen und Antworten zur Blutstammzellspende

Sie haben Fragen zur Blutstammzellspende? Wir haben die häufigsten Fragen und Antworten zusammengestellt.

FAQ

Rund um die Blutstammzellspende

Antwort:

Es gibt zwei Möglichkeiten: die Spende von peripheren Blutstammzellen und die Knochenmarkspende 

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Antwort:

Jede Art von Engagement für die Blutstammzellspende ist wertvoll! Sie können die Blutstammzellspende finanziell unterstützen, Sie können sich an Aktionen beteiligen oder als Botschafterin oder Botschafter die Blutstammzellspende bekannt machen. Lassen Sie sich inspirieren: www.blutspende.ch/engagieren

Antwort:

Die Entnahme der Blutstammzellen erfolgt in einem der drei Entnahmezentren in Basel, Genf oder Zürich. 

Antwort:

Die «League for Hope» ist eine gemeinsame Bewegung für die Blutstammzellspende. Ihr sollen sich verschiedenste Menschen zugehörig fühlen: solche, die sich registriert haben und bereit sind, bei Bedarf ihre Blutstammzellen zu spenden, und andere, die den Ausbau des Registers finanziell unterstützen oder sich auf irgendeine Art dafür engagieren. Alle tragen dazu bei, eine Welle der Hoffnung durchs Land zu schicken. Blutspende SRK Schweiz verfolgt damit das Ziel, für jede Patientin, jeden Patienten eine passende Spende zu finden.

Weitere Infos: www.blutspende.ch/leagueforhope

Antwort:

Eine Blutstammzellspende ist immer freiwillig. Sie können jederzeit nein sagen. Ein medizinischer Eingriff darf nicht gegen Ihren Willen vorgenommen werden. Wenn Ihre Gewebemerkmale passen, werden Sie zuerst gefragt, ob Sie noch zur Spende bereit sind. Ihr Einverständnis für eine Kontrolle Ihrer Gewebemerkmale erfolgt schriftlich. Passen Sie für eine erkrankte Person am besten und werden vom Transplanteur als Spender ausgewählt, müssen Sie Ihr Einverständnis nochmals schriftlich geben.

Wenn Sie danach Ihre Meinung ändern, kann dies äusserst negative Folgen für den Erkrankten haben: Denn nach Ihrer Einverständniserklärung beginnen beim Erkrankten die vorbereitenden Behandlungen im Hinblick auf die Transplantation (Chemotherapie und/oder Ganzkörperbestrahlung). Dadurch wird sein Knochenmark vollständig zerstört. Ohne die fremden Blutstammzellen gibt es für ihn praktisch keine Überlebenschance. Deshalb ist es wichtig, frühzeitig alle Gründe für und gegen eine Spende abzuwägen, um daraufhin eine definitive Entscheidung zu fällen.

Antwort:

Sie können sich schnell und einfach online registrieren. Anschliessend werden Ihnen ein Wattestäbchentest zur Gewebetypisierung sowie der bereits online ausgefüllte Fragebogen (inkl. Einverständniserklärung) zur Unterschrift und Kontrolle nach Hause geschickt. Nach Rücksendung des Tests und des Fragebogens wird Ihr pseudonymisiertes* Spenderprofil ins Register aufgenommen.

*Pseudonymisiert bedeutet, dass der Name oder ein anderes Identifikationsmerkmal durch ein Pseudonym ersetzt wird, z.B. durch einen Code aus Buchstaben und Zahlen. Das schützt die Identität der Registrierten.

Antwort:

Die entnommenen Blutstammzellen müssen innerhalb von 48 bis maximal 72 Stunden transplantiert werden.

Antwort:

Blutstammzellen sind verantwortlich für die Bildung von Blutzellen (rote und weisse Blutkörperchen, Blutplättchen) und befinden sich im Knochenmark. Bei gewissen Krankheiten (z.B. Leukämie) ist die Steuerung der Blutbildung gestört und es können zu viele (oder auch zu wenige) und entartete, meist unreife Blutzellen entstehen. Somit ist, je nach Störung, die Erfüllung der Aufgaben der Blutzellen nicht mehr gewährleistet. Es kommt dabei zu lebensbedrohlichen Krankheitserscheinungen wie etwa Störungen der Immunabwehr, Blutungen oder Blutarmut. In diesen Fällen braucht es oft die gesunden Blutstammzellen eines Spenders. Durch die fremden Blutstammzellen kann das Knochenmark seine Funktion zurückgewinnen und wieder neue Blutzellen produzieren. 
 

Antwort:

Nein, nach Ihrer Aufnahme in das Schweizer Register stehen Sie Patientinnen und Patienten auf der ganzen Welt zur Verfügung. Ebenso stehen registrierte Blutstammzellspender aus der ganzen Welt für Erkrankte in der Schweiz zur Verfügung. Dies beruht auf dem Solidaritätsgedanken.

Antwort:

Die Blutstammzellen befinden sich im roten Knochenmark und bilden dort die Blutzellen, das heisst die roten und weissen Blutkörperchen sowie die Blutplättchen.

Antwort:

Diese Regelung wurde – analog zur Blutspende – zum Schutz von Spender und Empfänger eingeführt. Ein einmaliger, anonymisierter Austausch in schriftlicher Form ist jedoch erlaubt. Die Korrespondenz und die Kontrolle erfolgen über Blutspende SRK Schweiz.

Antwort:

Alle gesunden Personen zwischen 18 und 40 Jahren, welche die Spendekriterien erfüllen, können sich registrieren.

Medizinische Studien haben gezeigt, dass Transplantationen mit Blutstammzellen von jüngeren unverwandten Spendern zu einer besseren Überlebensrate führen. Mit zunehmendem Alter des Spenders erhöht sich das Risiko für eine Abstossungsreaktion beim Patienten, bei der Patientin, eine sogenannte «Graft-versus-Host-Erkrankung.

 

 

Antwort:

Nein, falls eine erkrankte Person eine Blutstammzellspende benötigt, wird zuerst in der Familie nach einem geeigneten Spender gesucht. Findet sich niemand, wird die Suche nach einer unverwandten Person dem Schweizer Register für Blutstammzellspender übertragen. Sie haben die Möglichkeit, sich als potenzieller Fremdspender zu registrieren, damit stehen Sie für Patientinnen und Patienten weltweit zur Verfügung.

Antwort:

Zu den Spendekriterien zählt ein Mindestkörpergewicht von 50 kg. Dazu dürfen u.a. kein Hepatitis C, HIV sowie keine Herz- oder Krebserkrankungen vorliegen. 

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Antwort:

Blutspende SRK Schweiz strebt an, den Anteil Männer im Schweizer Register zu erhöhen. Zurzeit sind sie mit 35 Prozent untervertreten. Wünschenswert ist ein mindestens ausgeglichenes Verhältnis zwischen Frauen und Männern.
Bei Frauen bilden sich aufgrund von Schwangerschaften und Geburten spezifische Antikörper, die für die Frauen selber keinerlei Konsequenzen haben, jedoch bei den immunsupprimierten Patienten zu Reaktionen führen können. Frauen sind dennoch als Spenderinnen willkommen und gewünscht.

 

Patientinnen und Patienten

Antwort:

Die Chance, dass ein Geschwister passt, liegt bei 20 bis 30 Prozent.

Antwort:

Bei einem Teil der Personen, die an einer schweren Blutkrankheit leiden, kann eine Chemo- und Strahlentherapie zur Heilung führen. Für viele ist die Transplantation von Blutstammzellen aber die einzige Hoffnung auf Heilung.

Antwort:

Im Gegensatz zur Transplantation zwischen nicht verwandten Personen werden bei dieser Transplantation gesunde Blutstammzellen innerhalb der Familie, meistens zwischen Geschwistern, übertragen.

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Antwort:

Für etwa 70 bis 75 Prozent der Patientinnen und Patienten, für die in der Schweiz nach einem unverwandten Spendergesucht wird, wird eine passende Spenderin, ein passender Spender gefunden.

Gesundheit

Antwort:

Die Nebenwirkungen unterscheiden sich nach der Spendeart:

Bei der Spende peripherer Blutstammzellen werden Ihnen etwa fünf Tage vor der geplanten Entnahme Wachstumsfaktoren gespritzt. Dabei können vorübergehend Kopf- und Gliederschmerzen auftreten. Unmittelbar nach der Spende fühlen Sie sich vermutlich müde, was aber nicht allzu lange anhalten sollte. Nach einigen Tagen sind Sie in der Regel wieder fit. Mögliche Risiken wie die sehr seltene Bildung von Thrombosen stehen im Zusammenhang mit der Verabreichung von Wachstumsfaktoren (G-CSF). Aufgrund der bisher verfügbaren Daten von gesunden Spenderinnen und Spendern, die G-CSF erhalten haben, wurden keine relevanten Spätkomplikationen beobachtet.

Die Knochenmarkspende erfolgt unter Vollnarkose. In den ersten Tagen nach der Spende fühlen Sie sich matt und spüren einen dumpfen Schmerz an den Einstichstellen. Aber das Risiko für lebensbedrohliche Komplikationen bei einer Vollnarkose darf heute als sehr gering bezeichnet werden. Das Knochenmark regeneriert sich vollständig innerhalb weniger Wochen.

Antwort:

Die heutigen Entnahmetechniken sind sehr sichere und etablierte Methoden, sodass die Spende bis auf unangenehme, aber in der Regel kurzfristige Nebenwirkungen gut vertragen wird und ungefährlich ist.  Die Knochenmarkentnahme wird unter Vollnarkose durchgeführt, was immer mit einem kleinen Restrisiko verbunden ist. Aber das Risiko für lebensbedrohliche Komplikationen bei einer Vollnarkose darf heute als sehr gering bezeichnet werden. Durch eine ausführliche Befragung und eine medizinische Untersuchung vor der Spende wird geprüft, ob ein gesundheitliches Risiko besteht. Ist dem so, darf nicht gespendet werden.

Antwort:

Nein. Die beiden Begriffe werden aber oft verwechselt. Das Knochenmark ist das wichtigste blutbildende Organ des Körpers. Das Rückenmark gehört zum zentralen Nervensystem und bleibt bei einer Blutstammzellspende unberührt.

Datenschutz

Antwort:

Die Auskunft zu personenbezogenen Daten ist gesetzlich geregelt. Für die Auskunft der HLA-Daten muss das Formular „Auskunft HLA Merkmale“ ausgefüllt und mit einer Kopie der Identitätskarte oder dem Pass eingereicht werden. Die Auskunft erfolgt so rasch wie möglich, spätestens innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt des Formulars.

Antwort:

Der Datenschutz hat bei Blutspende SRK Schweiz höchste Priorität. Alle erhobenen Daten werden gemäss Schweizerischem Bundesgesetz über den Datenschutz (DSG) sowie der EU-Datenschutzverordnung (DSGVO) erfasst, gespeichert und bearbeitet. Ihre persönlichen Daten werden pseudonymisiert* im Schweizer Spenderregister gespeichert. Ausschliesslich die suchrelevanten Daten wie HLA-Merkmale, Alter und Geschlecht werden mit der zugewiesenen Spendernummer an internationale Suchregister weitergegeben.

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*Pseudonymisiert bedeutet, dass der Name oder ein anderes Identifikationsmerkmal durch ein Pseudonym ersetzt wird, z.B. durch einen Code aus Buchstaben und Zahlen. Das schützt die Identität der Registrierten.

Antwort:

Die Daten werden pseudonymisiert* im Schweizer Spenderregister gespeichert und stehen über eine internationale Datenbank den weltweiten Registern für die Suche nach einem geeigneten Spender zur Verfügung. Damit können Sie nicht persönlich identifiziert werden.

*Pseudonymisiert bedeutet, dass der Name oder ein anderes Identifikationsmerkmal durch ein Pseudonym ersetzt wird, z.B. durch einen Code aus Buchstaben und Zahlen. Das schützt die Identität der Registrierten.
 

Finanzen

Antwort:

Alle direkten Kosten im Zusammenhang mit der Spende werden Ihnen durch Blutspende SRK Schweiz rückvergütet. Die Versicherung des Erkrankten übernimmt die Kosten für sämtliche medizinischen Abklärungen, die Entnahme von peripheren Blutstammzellen oder Knochenmark, sei es ambulant oder stationär.

Antwort:

Die Blutstammzellspende ist ein Akt der Solidarität gegenüber einem schwer erkrankten Menschen, der nicht aufgrund finanzieller Überlegungen erfolgen sollte. Eine finanzielle Entschädigung gibt es nicht, selbstverständlich werden jedoch Spesen, allfälliger Lohnausfall usw. vergütet.