Der einfühlsame Helfertyp

Sich in die Gefühlslage und die Situation anderer Menschen hineinversetzen zu können, ist eine Ihrer grössten Stärken. Freunde und Familie wenden sich oft an Sie, wenn Sie jemanden brauchen, der mit ihrer Situation mitfühlt.

Auch im Berufsleben oder in der Ausbildung kommt Ihnen Ihr Einfühlungsvermögen zugute, denn sie können auf die verschiedensten Charaktere eingehen und so die Kollegen und Kolleginnen für Ihre Anliegen begeistern. Sie werden nicht nur für Ihre Fachkenntnisse geschätzt, sondern auch für Ihre Fähigkeit, sich in die Lage von anderen hinein zu versetzen. Diese dient Ihnen besonders dann, wenn Sie die Meinung des Kollegen nicht teilen oder die Entscheidung der Kollegin nicht gutheissen. Denn Sie können die Beweggründe anderer Menschen nachvollziehen und gelassen reagieren, selbst wenn Sie nicht damit einverstanden sind. So tragen Sie dazu bei, dass bei gemeinsamen Arbeiten ein harmonisches Miteinander möglich ist.

Fehlende Abgrenzung ist dagegen die grösste Herausforderung für Menschen, die zum einfühlsamen Helfertyp gehören. Menschen wie Sie sind manchmal übermässig emotional involviert und tendieren dazu, die eigenen Bedürfnisse zu vernachlässigen. Aus gesundem Mitfühlen wird ungesundes Mitleiden. Hinter der Tendenz, möglichst alle Beweggründe der Mitmenschen nachvollziehen zu wollen und gelassen zu reagieren, versteckt sich bei einfühlsamen Menschen zudem nicht selten die Angst vor Konflikten. Versuchen Sie also auch, sich mehr abzugrenzen und achtsam mit sich umzugehen. Mitfühlen bedeutet nicht, dass Sie keine Grenzen setzen dürfen.

Beachten Sie, dass die meisten Menschen eine Mischung aus dem einfühlsamen, praktischen oder beratenden Helfertyp sind, wobei eine Tendenz zu einem bestimmten Typ vorherrschen kann. Diese Helfertypen sind nicht in Stein gemeisselt und können sich im Laufe der Zeit verändern oder in verschiedenen Situationen variieren.